Staatsverschuldungen

Seiten: 1, 2
cori
Verfasst am: 29.07.2015 um: 10:13 Uhr
 
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Ich habe im Handelsblatt eine Grafik über die Staatsverschuldungen Stand 2014 der einzelnen Euroländer gesehen.
Sie wurde in Prozent des Bruttoinlandprodukts angegeben.
Die Schere geht da richtig weit auseinander.

Das eine Extrem ist wie zu vermuten Griechenland mit sage und schreibe 177% Staatsverschuldung.
Das andere Extrem ist, wer hätte das gedacht; Estland mit nur 10%
Deutschland liegt bei 75%.

Italien und Portugal haben ungefähr 130%. Das werden evtl. die nächsten Sorgenkinder werden.

Wie kann man die hohe Staatsverschuldungen der einzelnen Euroländer in den Griff bekommen?



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SCHADE, dass cwcity die Seiten abgeschaltet hat! 
 



Freggle
Verfasst am: 29.07.2015 um: 13:35 Uhr
 
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Wozu sollte man die Staatsverschuldung in den Griff bekommen wollen?
Bei den Beträgen ist es schon lange kein Problem des Kreditnehmers mehr, sondern das der Gläubiger.
Im Zweifelsfall kann man sich immer noch am Vermögen und Besitz der Staatsbürger vergreifen.

Meiner Meinung nach fehlt hier die Anwendung von Gesetzen, welche einen Privatmann oder Geschäftsinhaber schon längst hinter Gitter gebracht hätten (Fahrlässigke Krida, Insolvenzverschleppung,...).


 
 

G-G-G
Verfasst am: 29.07.2015 um: 21:02 Uhr
 
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Da werden Milionen von Euros in den Sand gesetzt, und keiner der Herren Politiker wird dafür zur Rechenschaft gezogen. Aber die Diäten werden regelmäßig erhöt. 

 

Ratgeber
Verfasst am: 29.07.2015 um: 22:08 Uhr
 
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Mein Vorschlag: Statistik "anpassen"

Der effektive Betrag bleibt zwar gleich hoch, aber wenn man das BIP steigert , fällt die Prozentzahl und alls sieht wieder "fein" aus.

Also: Klotzt ran
"Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir erhöhen das Bruttosozialprodukt"


 
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Milabu
Verfasst am: 29.07.2015 um: 22:29 Uhr
 
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Sind die Staaten nicht schon zum negativem Vorbild für die Bürger geworden?
Nach dem Motto: wenn sich der Staat so hoch verschuldet, weshalb nicht ich auch?




Helfen ist nicht schwer - Man muß es nur tun!








 

consider
Verfasst am: 30.07.2015 um: 06:52 Uhr
 
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Der Punkt ist: Auch ein Land mit 190% kann noch funktionieren oder eines mit 75% als pleite gelten.
Es geht nämlich darum, ob ein Land seine Zinsen noch bezahlen kann, oder nicht. DEswegen wird überschüssiges Geld in der Regel auch zum zahlen der Zinsen genutzt um NOCH MEHR Schulden machen zu können und nicht anders. Quasi als Gegenfinanzierung.

Normalerweise müsste man die internationalen Unternehmen wieder als Gläubiger in die Verantwortung nehmen, nicht uns als Steuerzahler und dann den Euro so weit abwerten, dass die Schwächsten, mit Hilfe, ihre Zinsen bezahlen können. Die Aufwertung passiert dann ganz von selbst wieder..



Letzte Änderung am: 30.07.2015 um: 06:53 Uhr durch: consider
 

spidercham
Verfasst am: 30.07.2015 um: 07:59 Uhr
 
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Hallo zusammen,

  
Zitat von consider

Normalerweise müsste man die internationalen Unternehmen wieder als Gläubiger in die Verantwortung nehmen, nicht uns als Steuerzahler und dann den Euro so weit abwerten, dass die Schwächsten, mit Hilfe, ihre Zinsen bezahlen können. Die Aufwertung passiert dann ganz von selbst wieder..


Hervorragende Idee. Warum bin ich nicht darauf gekommen? Vielleicht weil selbst die aktuelle Abwertung des Euros zu einer quasie nullverzinsung der deutschen Steuerzahler geführt hat?.....

Wenn ich 50 Kg und du 20 trangen kann/st, muss ich kaum mehr Tragen als du. Schließlich kann ich nichts für meine körperliche Beschaffenheit. Genau so, wie ich nichts für die starke Leistungsfähigkeit Deutschlands und die inkompetenten Systeme Griechenlands, Italiens und Portugal kann. Dann sollen mir die Zinsen genommen werden?

Dennoch soll den Privatvorsorgern ihre Zukunft genommen werden, die darauf vertrauten von ihren Zinsen leben zu können?
Den Wohlstand der eigenen Bevölkerung aufs Spiel setzen, um die verfehlungen der Südländer auszugleichen?
Nein, hier sind die deutschen Politiker dem deutschen Volk verpflichtet. Schließlich wurden sie von diesen gewählt.

Der Euro hätte so niemals eingeführt werden dürfen. Auch das stellte eine absolute Verfehlung dar. Für die Südlender ist er viel zu stark, und für z.B. Deutschland viel zu schwach. Hier aber die Leistungsfähigkeit der stärkeren Länder herabsetzen wollen, würde eben diese Stärke einbrechen lassen, und den zukünftigen Wohlstand sowie zahlreiche sparer gefährden.

Was also dann tun?

In meinen Augen müsste der Euro in Süd und Nord geteilt werden. So könnten sich die Kurse unabhängig entwickeln, während man den Nordeuro nicht zu stark aufwertet, das der Süden überhaupt heran kommen kann. Ist das ungefähr passiert, wäre ein zusammenschluss wieder denkbar.

Die geringe Wertigkeit des Südeuros würde die Wirtschaft enorm ankurbeln. Zumindest wäre das exponenziell zu allem, was Griechenland in den letzten Jahren geschafft hat. Im gegenzug dessen, würde der Kurs des Nordens zumindest nicht schnell steigen, da insbesondere Deutschland seine Ware über Quallität und Wertigkeit, nicht aber über "billigheit" exportiert.

Beide kurse würden sich somit schnell angleichen, und die Eurozone wäre wieder komplett.

Eines steht fest, so wie aktuell kann es nicht weiter laufen. Italien macht mir große Sorgen, genau so wie viele andere Südländer. Hier muss schnell einen Riegel vorgeschoben werden, um Griechenlandzenarien zukünftig zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen
Spidercham

"Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft"
(Aristoteles)
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Verschwiegene Kosten der Zuwanderung



Letzte Änderung am: 30.07.2015 um: 08:00 Uhr durch: spidercham
 

consider
Verfasst am: 30.07.2015 um: 23:07 Uhr
 
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Vielleicht weil selbst die aktuelle Abwertung des Euros zu einer quasie nullverzinsung der deutschen Steuerzahler geführt hat?.....


Wann wurde der Euro denn abgewertet?

Die Außenabwertung einer Währung ist das normale Mittel der Schuldenbereinigung. Auch Deutschland war schon in dieser Situation. Ist Deutschland deswegen inkompetent?

So etwas ist allerdings in einem Währungsverbund wie dem Euro nicht einfach und hätte schwerwiegende Folgen für alle Beteiligten. Und ich denke nur so ließe sich das Ganze auch bewältigen ohne alle in den Abgrund zu reißen, wie es bei einer Aufteilung der Fall wäre.

Was du vorschlägst wäre nichts anderes als ein Austritt der Finanzschwachen aus dem Euro, mit den entsprechend fatalen Folgen für die Zinssätze der verbleibenden Länder.

Wir sitzen nun mal im selben Boot. Wir sind voneinander abhängig. Unser Wohlstand kommt nun mal auch mit vom Handel mit Griechenland. Sei es nun im Rüstungsektor oder im ganz normalen Handel. Es sind viele Milliarden die wir verdient haben (sogar 2014 noch fast 5Mrd, dazu kommt noch die Rüstung).

Das Gedankenspiel den Euro mal als Einheit mit gesamter Wirtschaftskraft zu sehen und eben den normalen Weg der Abwertung zu gehen ist sicher interessant.

www.handelsblatt.com/politik/konjun...






Letzte Änderung am: 30.07.2015 um: 23:20 Uhr durch: consider
 

spidercham
Verfasst am: 31.07.2015 um: 05:09 Uhr
 
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Zitat von consider

Wann wurde der Euro denn abgewertet?


Absichtlich noch nicht. Und dennoch stehen wir deutschen Steuerzahlern gegenüber, die für ihr erspartes Geld keine Zinsen bekommen. Diese müssen nun Angst haben, nicht durch die Rente kommen zu können.

Wie ich schonmal anführte: Die deutschen Politiker sind Deutschland verpflichtet. Das ist die Nummer 1. Danach darf gerne Griechenland kommen.
Auch die vielfach puplizierte Darstellung das die Eurozone mit der EU gleichzusetzen ist, ist einfach nicht wahr.

  
Zitat von consider

Die Außenabwertung einer Währung ist das normale Mittel der Schuldenbereinigung. Auch Deutschland war schon in dieser Situation. Ist Deutschland deswegen inkompetent?


Deutschland war es, hat aber nicht Menschen anderer Länder enorme berechtigte Zukunftsängste beschehrt. Hier liegt der Unterschied.

  
Zitat von consider

So etwas ist allerdings in einem Währungsverbund wie dem Euro nicht einfach und hätte schwerwiegende Folgen für alle Beteiligten. Und ich denke nur so ließe sich das Ganze auch bewältigen ohne alle in den Abgrund zu reißen, wie es bei einer Aufteilung der Fall wäre.


Eben nicht für alle Beteiligten. Sondern für die Wirtschaftlich starken Länder. - Für uns.

Eine Aufteilung ist keinesfalls schlecht. Die Südländern hätten die einmalige Möglichkeit ihre geringe Wertigkeit zu nutzen, und die Produkte billig zu exportieren.

  
Zitat von consider

Was du vorschlägst wäre nichts anderes als ein Austritt der Finanzschwachen aus dem Euro, mit den entsprechend fatalen Folgen für die Zinssätze der verbleibenden Länder.


Eben nicht. Es wäre kein Austritt, sondern eine vorrübergehende Spaltung. Diese würde bestehenbleiben, bis die Leistungsfähigkeiten wieder zusammen passen. Statt wie du vorschlägst die Leistungsfähigkeit der Länder denen es noch besser geht künstlich herrunter zu drücken.

  
Zitat von consider

Wir sitzen nun mal im selben Boot. Wir sind voneinander abhängig. Unser Wohlstand kommt nun mal auch mit vom Handel mit Griechenland. Sei es nun im Rüstungsektor oder im ganz normalen Handel. Es sind viele Milliarden die wir verdient haben (sogar 2014 noch fast 5Mrd, dazu kommt noch die Rüstung).


Schön, bringt aber dem Steuerzahler nichts, sondern dem deutschem Staat. Ich wäre an deiner Stelle auch vorsichtig hier von "Verdienen" zu sprechen. Solange der deutsche Staat noch keinen Cent plus eingenommen hat, ist das Wort "Verdient" äußerst relativ. Bleibt auch abzuwarten, ob Griechenland solange Zahlungsfähig bleibt...

Der Wohlstand kommt auch nicht von Griechenland perse.. 66% aller deutschen Exporte gehen noch nichteinmal in die Eurozone. Der Anteil Griechenlands stellt wohl ein absolutes Minimum dar.


  
Zitat von consider

Das Gedankenspiel den Euro mal als Einheit mit gesamter Wirtschaftskraft zu sehen und eben den normalen Weg der Abwertung zu gehen ist sicher interessant.


Aber auch nicht mehr Consider. Ich bin nicht gegen den Euro, und halte ein zurückkehren der Nationalen Währungen für einen Rückschritt. Doch eine Abwertung des Euros und der damit verbundenen schrumpfung der Zinsen sowie Wirtschaftlichen stärker der Ländern, ist doch nichts anderes als: Die Unsere Steuerzahler bluten, für die fehlentscheidungen der griechischen Politiker.

Das dieses Vorhaben auf wenig Verständniss stößt dürfte klar sein.

Mit freundlichen Grüßen
Spidercham

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Letzte Änderung am: 31.07.2015 um: 06:15 Uhr durch: spidercham
 

Ratgeber
Verfasst am: 31.07.2015 um: 06:40 Uhr
 
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Woher kommen wohl die Zinsen auf Sparguthaben ? Natürlich aus Zinsen von Krediten.

Der "Normalfall" wäre:
Niedrige Zinsen fördern Kreditauifnahmen. Diese führen zu vermehrten Konsum und Stärkung der Wirtschaft
ABER
Obwohl die Banken ihr Geld für Null Zinsen bekommen, kassieren sie weiterhin horrende Wucherzinsen für Kredite von Verbrauchern. Wucherzinsen ? Ja. Wenn man 1/2 Prozent bezahlt und das gleiche Geld dann für z.B. 4% weiter gibt, dann ist das das Achtfache = Wucher. 
Gleichzeitig werden aber auch keine Zinsen gezahlt. Man behält die Kreditzinsen einfach komplett für sich und beruft sich auf den offiziellen Zinssatz.
Die Null-Zins-Politik kann nicht funktionieren, wenn sie beim Verbraucher nicht ankommt.
Verursacher: Die Banken

Dieses "Bankverhalten" ist eigentlich die Hauptursache der Misere. Das kann man von Kleinen bis ins Große betrachten wollen.
Sparen lohnt sich nicht mehr. Die Inflation frisst es sofort wieder auf (und noch mehr). Man MUSS also das Geld sogar möglichst schnell ausgeben, bevor es faktisch (durch die Teuerung) an Wert verliert.

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Euro oder Landeswährung ?
Der Euro ist gerade einmal seit 2002 reales Zahlungsmittel. 13,5 Jahre sind so kurz dass viele der User noch die alte DM/ÖS kennen müssten.
Währungsaufwertungen und Abwertungen gab es vor dem Euro auch.

Es ist übrigens Humburg wenn man glaubt, ein einzelnes Land hätte damals einen riesigen Vor- oder Nachteil gehabt. Der Umrechnungskurs von Landeswährung in Euro war in jedem Land anders. Die Währung wirtschaftsschwacher Länder war weniger Wert und der Umrechnungskurs dementsprechend höher.
1 Euro waren einmal
1,95583 DM (D-Mark)
2,20371 NLG (Gulden)
1936,27 ITL (Lira)

Nur bei der Drachme war der Kurs nicht wirklich korrekt (wie man aber später erst feststellen konnte)
340,750 GRD (Drachmen) waren dann doch zu wenig , weil man die Wirtschaftsleistung völlig falsch eingeschätzt hatte. ABER: Der Umrechnugnskurs wurde schon festgelegt, bevor GR in den Euro kam.

Die Umrechungskurse gab es alle schon lange vor dem Euro, Sie waren EU-weit bereits seit 2000 als "Buchgeld" gütlig und vereinfachten sehr viel im internationalen Zahlungsverkehr.

Eigene Landeswährungen sind keinesfalls eine Problemlösung. Sie sorgen nur dafür dass jedes Land selbst bestimmen kann, wie stark seine Währung ist. Braucht man Geld, druckt man es eben nach .. und wertet so die Währung ab.

Das sorgt aber auch dafür, dass der Export steigt und die Investitionen zunehmen. Es nutzt aber nur, wenn man selber möglichst wenig imporrtieren muss.
In der heutigen internationalen Verknüpfung ist das aber nur selten noch machbar.
Muss man viel importieren und wenig exportieren, braucht man eine starke Währung.

Die "finanzschwachen Länder" brauchen also eigentlich eine schwache Währung um Investitionen und Export anzukurbeln - wenn sie mehr Exportvolumen haben als Importvolumen. Mit dem Euro ist diese individuelle Steuerungsmöglichkeit aber verschwunden.
Alle gemeinsam .. rauf oder runter. Regionale Eigenarten können nicht mehr berücksichtigt werden, nehmen aber Einfluss auf alle anderen
"Mit gegangen , mit gefangen"


 
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