Leistungsschutzrecht

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consider
Verfasst am: 01.03.2013 um: 11:56 Uhr
 
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So, es ist nun durch, das Leistungschutzrecht. (243 : 293 Stimmen).


Ich finde das es kein guter Tag für das deutsche Rechtssystem. Zum Einen schafft es eher Rechtunsicherheit, statt Rechtssicherheit, da es im wesentlichen auf den Richter ankommt, wer in welchem Fall zu zahlen hat (das Gestz lässt hier wesentliche Punkte offen), zum anderen reiben sich die Abmahnanwälte schon die Hände vor Geldgeilheit.


Wer also gerne mal zu Nachrichtenseiten verlinkt und dabei Überschriften in Links, Zitate, oder gar kurze Einleitungen verwendet, sollte schnell umdenken um nicht in teure Kostenfallen zu tappen. Und ja, auch das Zitatrecht muss unter dem Gesichtspunkt neu bewertet werden. Es herrscht zur Zeit extreme Rechtsunsicherheit, da das LSR sich dazu nicht aus lässt und es noch keine Urteile gibt.


Das sieht wieder mal nach astreiner Lobbyarbeit aus. So typisch Schwarz-Geld-Regierung, den Firmen möglichst viel Zucker in den A zu blasen, so gut es nur geht.

Was denkt ihr über das LSR? Was über die Entscheidung? Wird sich für euch etwas ändern?



 



birdertrio
Verfasst am: 01.03.2013 um: 12:04 Uhr
 
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Das Leistungsschutzrecht ist meiner Meinung nach ein seltsames Gesetz. Ich hab mir immer gedacht, die Verlage profitieren viel mehr von Diensten wie Google-News als umgekehrt.

Mir kommt das so auf die Art vor: "So, dank euch hat unsere Online-Zeitung jetzt Bekanntheit und eine Stammkundenbasis, jetzt müsst ihr uns dafür zahlen".

Und natürlich wird in Österreich auch schon fleißig diskutiert, dass das unbedingt auch eingeführt werden muss...

"Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera!"
(Gisele Freund)


Letzte Änderung am: 01.03.2013 um: 12:05 Uhr durch: birdertrio
 

consider
Verfasst am: 01.03.2013 um: 12:13 Uhr
 
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Ja, seltsam ist richtig. Der Punkt ist: Man möchte von Google, bzw dem Verdienst eines jeden, der auf Artikel verlinkt, oder Textabrisse bringt, etwas ab haben.

Ursprünglich ging es nur um Google. Die Verlage sehen eben nicht ein, dass Google eine Überschrift bringt und einen kurzen Textabriss und damit Geld verdient. Zwar werden manche Verlage dadurch von mehr Kunden überhaupt gefunden, und das möchte man auch, aber man will schlicht von Google für den Text Geld.

Ich bin niemend, der Google unbedingt "mag" aber hier soll einfach ab gezockt werden. Denn jeder, der Google nicht haben will, kann es aus sperren.
Die Verlage und ihr Geschäfftsmodell sind einfach mal Dinosaurier. Im 20. Jahrhundert und seiem schnellen Austausch von Informationen funktionieren manche Geschäftsmodelle einfach nicht mehr. Das sieht man ja auch an anderen Modellen, wie der Contentindustrie. Und was macht man, wenn der Rubel nicht mehr so rollt? Man greift in die Tasche anderer, statt innovativ und krativ zu werden und das Modell an zu passen.

Und unser korruptes Pack winkt sowas auch noch durch!



 

Freggle
Verfasst am: 01.03.2013 um: 12:43 Uhr
 
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Wenn ich Google wäre, dann würde ich es bei den deutschen Verlagen/Zeitungen genauso handhaben, wie z.B. bei den (mittlerweile nicht mehr existenten) .co.cc Domains.

Wird nur noch in den Suchergebnissen gelistet, wenn jemand den "site" Parameter für die jeweilige Domain bei seiner Suchanfrage nutzt.
Auch ein dezenter Hinweis wie z.B. bei DMCA-Beschwerden in den Suchergebnissen oder  wie für die GEMA bei Youtube könnte ich mir sehr gut vorstellen.

Dann einfach mal abwarten und schauen, wer auf dem längeren Ast sitzt und wer zu Kreuze gekrochen kommt.

Außerdem haben die Verlage zahlreiche Möglichkeiten, um ihre Interessen zu wahren. Da wäre zum einen ein entsprechender Eintrag in der robots.txt und schon wird nichts mehr davon bei Google gelistet, zum anderen könnte man Google per htaccess aussperren oder die Nachrichten nur noch zahlenden Abonnenten zugänglich machen.


 


Letzte Änderung am: 01.03.2013 um: 12:45 Uhr durch: Freggle
 

consider
Verfasst am: 01.03.2013 um: 12:49 Uhr
 
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Ja, Google sitzt sicher am längeren Hebel. Ich warte darauf, dass Google die deutschen Verlage einfach aus seinem Index streicht.

Schade ist aber, dass wir die Leidtragenden sein werden, die diese Suppe aus löffeln. Abmahnung ahoi!


 

spinnweb
Verfasst am: 01.03.2013 um: 13:42 Uhr
 
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Wenn ich das richtig verstanden habe, betrifft das Gesetz eigentlich nur die Kopien und Textausschnitte, welche gewerblich genutzt werden.
Ich habem ir das Gesetzt nicht durchgelesen, aber bei Golem stand etwas, dass Blogger und Privatseiten davon nicht betroffen seien.
Aber am Ende können diese doch auch Werbung schalten und Geld verdienen. Schon ist es als gewerblich anzusehen.
Oder hatte ich da etwas falsch verstanden.

Zu dem Ergebnis der Abstimmung:
Ich finde, es ist zu knapp ausgefallen.

Aber unser "tolles" politisches System, was insich widersprüchlich ist.

Man kann nicht sterben, ohne gelebt zu haben.
 

consider
Verfasst am: 01.03.2013 um: 13:47 Uhr
 
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Ein Flattr Button reicht laut Gesetz. Das ist das einzige, was deutlich wird. Aber was ist mit Facebook, welches automatisch snippets b^ringt. Was ist wenn sowas auf der Fanseite eines Firmeninhabers auf taucht. Was ist mit eine Freehoster, wie CWCity, der auf Userseiten werbung schaltet? usw



Es steht eben nicht drin, wo die Grenze ist, das wird sich nach den ersten Verfahren zeigen und nach der ersten Abmahnwelle..
Das widerliche ist, dass Google sicherlich Verlage aus dem Index streicehn wird, die Firmeen, zB Nachrichtenapp-Publisher, die eigentlich belchen sollten, irgendwelche andren Möglichkeiten suchen und die Kleinen letzendlich abgemahnt werden.

Mal ganz abgesehen, vom rechtlichen 2 Klassen Internet: Du als Blogger hast nämlich keinen Anspruch auf den selben Leistungschutz, wie ein Verlag. Das heist: Die dürfen durchaus Textauszüge und Zitate von dir veröffentlichen und damit Geld verdienen, du von denen aber nicht...




Letzte Änderung am: 01.03.2013 um: 13:51 Uhr durch: consider
 

Verfasst am: 01.03.2013 um: 16:04 Uhr
 

Mir gefällt das überhaupt nicht. Ich habe zuerst gehofft, dass sich das nie durchsetzen wird, aber anscheinend tat es das doch. Mit welchem Grund erlauben die es sich? Da muss man aufpassen, dass man nicht etwas falsches verlinkt/zitiert.

 

KLJBobersasbach
Verfasst am: 01.03.2013 um: 17:02 Uhr
 
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So wie ich hörte wurde ja zuletzt doch noch ein Satz angefügt der es den Verlagen  unmöglich macht bei google zu kassieren (die überschrift und ein kurzer Textausschnitt dürfen gezeigt werden, Bilder bedingt auch.

aber grade deswegen muss man sich fragen wozu das ganze jetzt eigentlich gut war und es bleibt nach wie vor ein Armutszeugnis für Schwarz-Gelb

 

mikespeier
Verfasst am: 02.03.2013 um: 13:11 Uhr
 
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Da haben unsere Politiker einen ziemlichen Bock geschossen, der mich als Blogger eventuell vor ein Problem stellen wird. Ich kann mich hier zwar mit 8 Beiträgen im Monat werbefrei schalten, aber was soll ich denn schreiben? Ich habe oft nicht einmal 8 Beiträge im Monat auf meinem Blog!

Die Abmahnanwälte werden sich garantiert über dieses Gesetz freuen, ich aber garantiert nicht!

*** TmoWizard ***


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Little things I do directly, miracles take a somewhat longer and after Midnight will be conjured! Zaubersmilie
 

 
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