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Selbständig arbeiten, oder bei einem richtigen Job?

Seiten: 1
Toromino
Verfasst am: 17.05.2015 um: 22:35 Uhr
 
Cw's Alleinunterhalter
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Hallo liebe Cw-User,

Was meint ihr sollte man eher Selbständig arbeiten, oder einen richtigen Job haben?

Mir wurde immer gesagt, dass man sich einen sicheren Job (einen richtigen Job) im Leben suchen muss. Allerdings, welcher Job ist heute denn noch wirklich sicher?

Toromino

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Protektor
Verfasst am: 18.05.2015 um: 08:39 Uhr
 
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Ich habe im Freundeskreis jemanden, der seit über 10 Jahren selbstständig unterwegs ist. Nach seiner Aussage verdient er eine Unmenge Kohle (6stellig p.a.), wovon er aber einen Großteil Richtung Finanzamt einkalkulieren muss. Zur Selbstständigkeit gehört also eine gehörige Portion Selbstdisziplin, sich mit einem unregelmäßigen Einkommen abzufinden und auch Durststrecken bei geringer Auftragslage überwinden zu können.
Als Arbeitnehmer habe ich diese "Sorgen" nicht. Wer also keinen Bock auf exorbitante Steuererklärungen hat, sollte diesen Weg gehen.



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sltester
Verfasst am: 18.05.2015 um: 09:22 Uhr
 
Cw Aufsteiger
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Selbstständigkeit ist heute ein schweres Unterfangen,  hauptsächlich durch den Bürokratisierung und den orschriftenwahn.
Da hat man kaum noch Zeit für sein eigentliches Geschäft....

 

consider
Verfasst am: 18.05.2015 um: 10:44 Uhr
 
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Ist denn die Selbstständigkeit keine "richtige Arbeit"?

Du hast genauso deine Arbeit und Freizeit am Tag. Nur ist es mit 8h meist nicht getan udn es gibt auch keine Gewerkschaft, die auf deine Pausen und Arbeitsbedingungen schaut. Ganz nebenbei schlägst du dich noch mit deinem Papierkram rum, der mit deinem eigentlichen Job nichts zu tun hat. 16h Arbeit am Tag? Kann passieren..

Und wenn du Pech hast, läuft es nicht gut und du verdienst nicht mal genug um über die Runden zu kommen. Du hast ständig den Druck. Keine Arbeit, kein Geld. PUNKT Krank sein kannst du dir eigentlich nicht leisten, denn das Krankentagegeld macht verlorene Aufträge und schlechte Publicity wegen nicht gehaltener Termine auch nicht wett.

Noch schlimmer wird das mit Mitarbeitern. Dann hast du nicht nur für dich Verantwortung, sondern auch für deine Leute. Wenn du Mist baust, haben uU Famielen kein Geld für ihre Miete und etwas zu futtern. Das raubt einem schon mal den Schlaf.

Klar kann man eine Menge Geld verdienen, wenn es läuft udn man hat keinen Chef der einem über die Schulter guckt. Dein Chef heist Umsatz und der ist gnadenlos. Da gibts keine Abmahnung, da bist du gleich am A...

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Ich weis nicht, warum du diese Frage stellst. Eines möchte ich dir nahe legen: Selsbtsändigkeit ist hart. Man hat eine Menge Druck, viel Arbeit, die sich nicht an gesetzliche Vorschriften hält und es gibt idR kein Netz oder doppelten Boden. Stürzt du ab, dann fällst du idR richtig.

Wenn du selbst gerade daran denkst dich selbsständig zu machen solltest du das bedenken. Du brauchst eine gute Ausbildung und möglichst viel Berufserfahrung, damit du genau weist wo der Hase lang läuft. Du brauchst Geld. Nicht nur als Investition, sondern auch um mal schlechte Auftragslagen, gerade am Anfang, abfedern zu können. Damit minimierst du das Risiko etwas. Ich würde mich heute nicht mehr in so Etwas stürzen, ohne nicht wenigstens für 6 Monate meine Kosten ohne oder mit schlechter Auftragslage decken zu können. Sonst bist du ja quasi schon von Anfang an zahlungsunfähig.


EDITund PS: Die Steuer udn BH würde ich outsourcen. Es bleibt dennoch genug Schreibkram übrig ;) Ab 2-3 Leuten geht da seh nicht mehr alleine.



Letzte Änderung am: 18.05.2015 um: 10:49 Uhr durch: consider
 

chrwhm
Verfasst am: 18.05.2015 um: 10:44 Uhr
 
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Hey,

Selbstständigkeit liegt nicht jedem - man muss dafür ein paar Voraussetzungen mitbringen. Wenn man die hat kann es aber mit den verbundenen Freiheiten in einigen Dingen angenehmer sein, als in einem Angestelltenverhältnis. Grundsätzlich gilt: Größeres Risiko, wenns klappt aber größere Freiheiten und finanzielle Spielräume.

Es braucht ein gutes buchhalterisches Geschick, ein gutes zwischenmenschliches Geschick sowie eine "Abgebrühtheit", um auch mal auf den Putz zu hauen und einem Kunden etwas zu verkaufen, was er gar nicht braucht. Dazu eben die Risikobereitschaft. Denn während man als Angestellter regelmäßig seinen Lohn bekommt, muss der Selbstständige sich erstmal einen Puffer aufbauen. Ist der nicht vorhanden, wird es schnell mal knapp am Monatsende. Gerade bei der mittlerweile sehr schlechten Zahlungsmoral.

Wenn man allerdings ein paar guten Ideen hat, gut im Networking ist und genug Leute kennt kann man besonders im IT-Bereich ganz gut Schotter machen. Ich kenne allerdings gerade im IT-Bereich sehr viele, die zwar gut programmieren können, aber nicht wirklich in der Lage sind, daraus dann Profit zu schlagen - weil sie zu schüchtern sind, sich nicht trauen, sinnvolle Preise aufzurufen oder zu einem Festpreis immer wieder Dinge machen, die eigentlich nicht im kalkulierten Umfang enthalten sind - sich aber nicht trauen, dem Kunden die Grenze aufzuzeigen.

Ich kann aber allen Selbstständigen nur empfehlen, sich früher oder später einen Steuerberater zu suchen. Der kann oftmals viele Tipps geben, wie man Steuern einsparen kann (Beispiel: Dienstfahrrad als Betriebsausgabe) und nimmt ein Haufen Bürokratie von dern Schultern - so dass man sich auf seinen eigentlichen Job konzentrieren kann.

Ich selber bin seit meinem 18. Geburtstag selbstständig und lebe seit dem Ende meines Zivis davon - anfangs weniger gut (Hartz IV wäre zeitweise ein Geldsegen für mich gewesen), mittlerweile allerdings mit fixem und für mich gut reichendem monatlichen Gehalt.

Viele Dinge möchte ich nach wie vor nicht missen: So kann ich oftmals meine Arbeitszeiten abhängig von dem Terminplänen meines Freundeskreises oder in Abhängigkeit zum Wetter gestalten - keiner hat Zeit oder es ist schlechtes Wetter heißt arbeiten, gutes Wetter heißt zeitig Feierabend, abends grillen und am nächsten Morgen ein oder zwei Stündchen später auf Arbeit sein.

lg



www.laptop-kaffee.de

"Normalised data is for sissies."
(Cal Henderson, chief software architect of flickr)

 

Freggle
Verfasst am: 18.05.2015 um: 10:46 Uhr
 
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Man hat eben geregelt Arbeitszeiten und ein geregeltes Gehalt oder man ist ein Workaholic und macht sich selbstständig.
Als Selbstständiger bestimmt man dann selbst, wieviel man verdienen will und kann.

Als Selbstständiger hat man halt das Problem, dass wenn man krank ist, auch nichts verdient. Zudem kommt dann auch noch der ganze bürokratische Scheiß, der bereits erwähnt wurde^^.


 
 

Gartenjung
Verfasst am: 18.05.2015 um: 13:27 Uhr
 
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Ich kann aus Erfahrung sagen, beides ist richtige Arbeit!

Der Vorteil an einen, so wie du es nennst, richtigen Job ist, man hat, wie schon von meinen Vorrednern erwähnt, geregelte Arbeitszeiten und nach Feierabend seine Ruhe und kann vom Job abschalten. Auch muss man sich keine Sorge um Abgaben und sonstiges machen, wird ja von der Buchhaltung erledigt. Sollte man annehmen. Dennoch kann man sich überwiegend darauf verlassen, dass man sein geregeltes Einkommen auf dem Konto findet.

Gerade in der frühen Zeit der Selbstständigkeit, kann die Kundenfindung sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Man hat noch keinen festen Kundenstamm und kein geregeltes Einkommen und muss es irgendwie überbrücken. Da sollte eine sorgsame Planung im Vorfeld schon gemacht werden. Einen Punkt finde ich auch noch sehr wichtig; in der heutigen Zeit werden die Familiengründer immer jünger, auch von der sollte man eine Unterstützung erhalten indem sie damit klarkommen, dass die Zeit für Familie ein wenig auf der Strecke bleibt.

Da ich beides durch habe, kann ich sagen; es lohnt sich beides. Ich empfehle jeden, der die Idee hat, sich selbstständig zu machen, es gibt viele Anlaufstellen für Existenzgründer, dort erhält man alle Infos die man benötigt.

Mit freundlichen Gruss der Gartenjung

Gartenjung die Natur Life erleben
Wenn du zu deinem Problem keine Lösung findest, dann ändere dein Problem.
 

hajkoo
Verfasst am: 08.07.2016 um: 23:09 Uhr
 
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Ist doch deine Entscheidung am Ende 

 

Ratgeber
Verfasst am: 10.07.2016 um: 12:39 Uhr
 
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Lese das Thema jetzt erst, sorry

was noch nicht gesagt wurde ist. Für Selbstständigkeit muss man "eine Ader haben"
Es geht noch nicht einmal um das Finanzielle . Wer nicht alles von aleln Seiten betrachtem will,der soltle sich nie selbstständig machen.
Man mus dabei sowohl Pessimist sein, der alles bedenkt udn gleichzeitig ein Optimist, der seine Canchen sieht und sie wahrnehmen will.

Andererseits muss man aber auch in der Lage sein, notfalls mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.
Du bist dein eigener Chef. Du trägst die volle Verantwortung und am Anfang musst du alles wissen und können , was deine Firma betrifft.
Du arbeitest "Einer gegen Alle" und musst auch entsprechenden Durchhaltewillen zeigen.

Die schönen Märchen von "viel Zeit und Geld" erfüllen sich erst nach vielen Jahren harter Arbeit udn wenn du endlich genug geackert hast um eigene Angestellte zu haben.
Hast du aber nicht "rechtzeitig" eine stabile Grundlage aufgebaut - und bist in einer sehr kurzlebigen Branche - wirst du im schlimmsten Fall aucvh weit nach dem üblichen Renteneintrittsalter immer noch rackern müssen.

Ich habe über die Jahre Startups begleitet und auch in alteingesessenen Formen etwas beratend geholfen ... spreche jetzt aber nicht von meiner eigentlichen beruflichen Tätigkeit.

Firmenründer bedenken sehr oft nicht spätere Konsequenzen und werden durch sie "unerwartet" überrollt.
Das ist sehr oft das Aus für die Firma. Nach 3-5 Jahren kann man da dann erst etwas sicherer sein.

Auch Traditionsfirmen haben ihre Probleme , wenn sie den Markt nicht dauern im Auge behalten. Da sitzt dann der Firmengründer noch im hohen Alter von 85 täglich hinter seinem Schreibtisch um den Betrieb überhaupt am Laufen halten zu können - obwohl er doch nur wenige Jahre zuvor so viel abgeworfen hat , dass er sich daraus eine sehr gute Rente ziehen konnte.
Währen die Startups aber immer wieder neu anfangen können , werden diese "alten Chefs" nie wieder einen Fuß auf den Boden bekommen.  Ein kleiner Fehler wirkt sich auf den Rest ihres Lebens aus.

Denkt also nicht "jetzt habe ich es geschafft".
Wenn du nicht genug Geld zusammen hast, um damit völlig ohne Firma und Arbeit dein komplettes Leben udn auf Dauer bestreiten zu können,  droht dir imemr wieder, dass das "schöne Leben" schlagartig vorbei sein könnte.


 
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