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Festplatten: Totale Datenzerstörung

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LifeSpirit
Verfasst am: 11.06.2015 um: 12:44 Uhr
 
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Hallo ;)

Ob das nun in Software oder in Hardware am besten aufgehoben ist, finde ich ist ein zweischneidiges Schwert ... ich hab mich mal für Software entschieden.

Bei eBay Kleinanzeigen habe ich gepostet, dass ich Einzelteile von PCs suche und mir wurden darauf 2 Rechner angeboten, die mir die Person aufgrund ihrer geographischen Nähe morgen persönlich vorbeibringt. Was das für Rechner sind, werde ich morgen sehen - das ist mir für den angedachten Verwendungszweck auch relativ egal. Das einzige: Sie möchte ( verständlicherweise ) keine Daten in fremde Hände geben und fühlt sich nicht kompetent genug, die HDDs selbst auszubauen - also soll ich das in ihrem Beisein an ihrem Auto erledigen. Das bekomme ich hin und werde ich selbstverständlich auch ohne Murren so erledigen - aber mir stellt sich dennoch eine kleine Frage.

Gibt es für Festplatten ( sollte ich selbst mal eine wegschmeissen oder anderweitig aus den Händen geben müssen - oder aber auch gebrauchte Rechner mit Festplatten erhalten ) eine Formatierungsmethode, die sämtliche auf der Platte befindlichen Daten unwiderruflich und ohne Wiederherstellungsmöglichkeit schrottet?


LifeSpirit

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Gartenjung
Verfasst am: 11.06.2015 um: 12:59 Uhr
 
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Das Bundesministeriums für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schlägt vor, dass sich ein siebenmaliges Überschrieben der Festplatte empfiehlt, davon sechsmal mit jeweils umgekehrter Bitfolge. Der abschließende Schreibvorgang füllt daraufhin die gesamte Platte mit der Bitfolge 1010101010... und soll so ein Auslesen unmöglich machen.

Der Bruce-Schneier-Algorithmus dauert hingegen etwas länger. Auch hier wird die Festplatte siebenmal überschrieben, zuerst werden ausschließlich Einsen, dann ausschließlich Nullen geschrieben. Danach wird das Laufwerk noch mit fünf zufällig generierten Bitmustern bearbeitet. Die längste und auch sicherste Methode stammt von Peter Gutmann, diese führt ganze 35 Schreibvorgänge in mehreren Reihen durch.

Ein empehlenswertes Programm zum Überschreiben von Festplatten ist Eraser. Die Freeware verrichtet auf sämtlichen Windows-Betriebssystemen von 95 bis XP ihren Dienst und wurde als Open-Source unter GNU-Lizenz veröffentlicht.

Mit freundlichen Gruss der Gartenjung

Gartenjung die Natur Life erleben
Wenn du zu deinem Problem keine Lösung findest, dann ändere dein Problem.
 

consider
Verfasst am: 11.06.2015 um: 16:27 Uhr
 
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Der Mythos vom mehrfachen überschreiben der Festplatten, damit sie richtig gelöscht sind hält sich, auch unter Fachleuten, leider sehr hartnäckig. Es ist aber mittlerweile absolut überflüssig.

www.heise.de/security/meldung/Siche...

Ein mal komplett mit Nullen überschreiben, und die Chance noch brauchbare Daten zu rekonstruieren liegt praktisch bei null. Wenn man will nimmt man noch Zufallszahlen. Alles darüber ist praktisch Zeitverschwendung.

Unter Linux bietet sich dd für den Job an:

dd if=/dev/zero of=/dev/sdX (sdx = zu löschende Platte)

Wenn man etwas mehr Zeit hat nimmt man

dd if=/dev/random of=/dev/sdX

Reicht vollkommen. Die Mär vom zigmaligen Überschreiben stammt noch von Disketten. Da war das mal anders.

 

a-kuller
Verfasst am: 11.06.2015 um: 22:41 Uhr
 
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Würde ich nicht unmittelbar sagen consider, der Schreibkopf einer hdd ist nicht immer auf derselben Spur. Dadurch verschiebt sich die Spur innerhalb der zeit um ein paar Nanometer. So als wenn du mit deinem Auto im Kreis fährst. Diese Daten werden bei einem oder auch mehreren durchläufen nicht gelöscht und können rekonstruiert werden. Hatte da mal einen Bericht zu gelesen, finde den nur leider auf die schnelle nicht. Sicherste Art die Daten zu vernichten (machen wir in der Firma auch so) das Ding durch den Shredder schieben XD

Mit freundlichen Grüßen

A. Kuller

bzw. UNO-Verbund

Keine Schuld ist dringender, als die, Dank zu sagen.
Cicero

 

consider
Verfasst am: 11.06.2015 um: 22:54 Uhr
 
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Wenn sich die Spur um ein paar Nanometer verschiebt, dann war es das mit der Platte ohnehin. Wir reden hier von Spuren die heutzutage auf 1/200.000 Zoll ausgerichtet sind. In dem Moment indem sich die Spuren verschieben, würdest du Daten der anderen Spur permanent verlieren und könntest aktuelle nicht mehr speichern, da sie sich stets gegenseitig überschreiben. Die Platte wäre also kaputt und würde sicher nicht mehr verkauft. (Udn darum geht es hier ja, um einen Privatverkauf)

Selbst wenn das so wäre würde ein mehrfaches Überschreiben eben genau gar nichts bringen, da du immer wieder die neue Spur überschreiben würdest.

Wenn es selbst mit einem Rasterkraftmirkoskop nach einbmaligem Überschrieben mit Nullen nur noch möglich ist eine Bit zu rekonstruieren, wenn man vorher wusste, wo es ist (und auch hier geht die Chance bei einem zweiten Byte schon wieder gegen Null, dass man alle Stellen errät), dann wird man durch auslesen der Plate mit dem eingebauten popeligen Lesekopf wohl absolut nichts erreichen.



Letzte Änderung am: 11.06.2015 um: 22:56 Uhr durch: consider
 

Ratgeber
Verfasst am: 12.06.2015 um: 04:59 Uhr
 
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@ consider
Der Link aus dem Jahr 2009 hat heute eigentlich in seiner Aussagekraft nur noch wenig Relevanz.
Ich habe Software , die selbst (mit anderen Programmen) mehrfach Überschriebenes aus HDD und Flash.Speichern wieder herstellt.
Allein, dass man auch nur eine "sicher gelöschte" Datei wieder herstellen kann, sollte "Beweis" genug sein, dass die Technik eben seit 2009 weiter ist. Wiederherstellungen sind trütz Überschreiben möglich.

Das (empfohlene) mehrfache Überschreiben sorgt aber auch nur für mehr "Sicherheit", weil dadurch auch immer wieder andere Speicherbereiche angesprochen werden. Wird z.B. bei  1.Überschreiben nur ein teilweise genutztes Cluster (im genutzten Teil) überschrieben , kann der 2. Vorgang auch einen anderen Bereich des Clusters "erwischen".
Je öfters überschrieben wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit , dass man auch wirklich alles erwischt.

Unabhängig davon lassen sich Daten auf einer "mechanischen" HDD nur mit einem starken Elektromageneten + dem nachträglichen physikalischen Zerstören des Datenträgers (shreddern) sicher löschen.

Bei SDD kann man sich das Löschen durch Software gleich sparen. Hier hilf nur die mechanische und physikalische Zerstörung des Datenträgers.

de.wikipedia.org/wiki/Solid-State-D...

>>
Erreicht eine SSD ihr Lebenszeitende, ist sie also – wenn auch nur in Teilen – nicht mehr zu beschreiben, und auch nicht mehr gänzlich löschbar. Dementsprechend sollte im Rahmen der Entsorgung eine physische Zerstörung erfolgen.
<<

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Fazit ?
Festplatten nie verkaufen wollen, sondern einfach vernichten.
Ein Schlag mit dem dicken Hammer und dann ab ins Recycling ist ein "sichereres Löschen" als jede andere Möglichkeit :hh :animeworld_pc.gif:




 
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consider
Verfasst am: 12.06.2015 um: 09:05 Uhr
 
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Thema verfehlt.

1. Wenn ich eine Festplatte Bit für Bit überschreibe gibt es keine ausgelassenen Cluster. Das du "sicher gelöschte Dateien" wieder herstellen kannst, hat mit mehrfachem Überschreiben nichts zu tun, sondern damit, dass sie nicht nur an einer Stelle gespeichert sind. Das mehrfache Überschreiben ändert auch daran nichts.

2. Hier geht es gerade um die Weitergabe einer FUNKTIONIERENDEN HDD. Mechanische Zerstörung kommt also grundsätzlich nicht in Frage. Im Übrigen löschte ein Hammer keine Daten.

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Eben, die Technik ist NOCH weiter von den Disketten und Uraltfestplatten weg, bei denen es mal nötig war, mehrfach zu überschreiben, weil man Daumendicke Cluster und Millimetertolernazen hatte. Der Artikel gilt also ERST RECHT. Es gibt dazu auch aktuellere Empfehlungen. Mittelrweile hat diesr Computermythos tatsächlich einen Platz in der Hall of Shame der Mythen. Hat sich nur nicht überall herumgesprochen.


Mach dir doch einfach mal den Spass und überschreibe eine Platte komplett mit Nullen. Also wirklich komplett inklusive Partitionstabelle etc.. Wenn du danach auch nur eine Datei wieder herstellen kannst, sollte mich das schwer wundern.

Edit: Das betrifft nur HDDs, keine SSDs. Da Weis ichs nicht. Auch hier bezweifle ich aber den Sinn eines mehrfachen Überschreibens stark.




Letzte Änderung am: 12.06.2015 um: 09:28 Uhr durch: consider
 

LifeSpirit
Verfasst am: 12.06.2015 um: 10:51 Uhr
 
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Okay - ich habe den Heise-Artikel gelesen.

Wenn ich mein Ziel erreichen will, einen Durchgang mit dd - wenn mir langweilig ist, nen zweiten Durchgang - und alles ist Wölkchen ;)

Der Hammer ist unnötiges Arbeitsmaterial ...

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consider
Verfasst am: 12.06.2015 um: 11:38 Uhr
 
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Das langt locker. Wenn du gar nichts mit deiner Zeit anzufangen weist, dann nimm nicht /dev/zero sondern /dev/random

Halt aufpassen, dass du tatsächlich die ganze Platte nimmst und nicht nur ne Partition und gut ist.




Letzte Änderung am: 12.06.2015 um: 11:40 Uhr durch: consider
 

LifeSpirit
Verfasst am: 12.06.2015 um: 12:47 Uhr
 
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Grad durch die Kommentare noch auf ein ganz anderes Tool aufmerksam geworden ...

-> man shred

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