Die GEMA geht grundsätzlich von folgender Bemessungsgrundlage aus: 100qm = 150 Besucher
Demnach geht man bei 500qm von 750 Eintrittzahlern aus.
750 x 15 Euro = 11.250 Euro bei einer 5-Stunden-Veranstaltung an Einnahmen ~ 2.250 Euro pro Stunde.
Davon würde die GEMA dann 750 Eus beanspruchen.
Alle 3 Stunden weiter erhöhen sich die Vergütungssätze um 50% = 375 Eus
Es stimmt also rechnerisch, dass sich bei einer 11-Stunden-Veranstaltung die GEMA-Abgabe auf das Doppelte erhöht.
Doch Moment mal....
Die Veranstaltungsdauer erhöht sich um mehr als das Doppelte. Wieso sollte sich dann nicht auch die Gebühr verdoppeln dürfen ?
Man darf nicht vergessen, dass während deiser zeit nicht nur die 11.250 Euro in die Kasse kommen, sondern durchaus auch ein Mehrfaches.
Nicht jeder Clubber bleibt die vollen 11 Stunden. Viele Kommen später, Andere gehen früher und "ihr Platz wird frei" für den nächsten Eintrittszahler.
Ich habe mich selbst sehr viele Jahre als Musiker und Veranstalter mit der GEMA herumschlagen dürfen/müssen.
Wenn ich sehe, dass auf einer 500qm-Fläche heute aber bedeutend mehr als 750 Gäste am Abend gezählt werden, so sehe ich die GEMA-Gebühr durchaus als "Scheinargument" für die Erhöhung von Eintrittsgeldern.
750 Gäste auf 500qm am Abend.. das sind Dorfdisco-Verhältnisse für eine wenig besuchte Veranstaltung.
Die Eintrittspreise steigen mit den Jahren fast schon auf Konzertniveau .. ohne dass die Kosten für die Musik (inkl. DJ) entsprechend gestiegen sind.
Dagegen wurde bisher jedoch eigentlich nie protestiert .. vielleicht weil es keine "zentrale Stelle" gab, die man dafür verantwortlich machen konnte ?
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Man sollte in allen Fällen "beide Seiten betrachten".
Ein Künstler der GEMA-Mitglied ist, wird dadurch übrigens keinen Nachteil haben. Wenn er populäre Musik geschrieben hat, wird sie auch mit erhöhten Gebühren gespielt werden. Was ist das auch für eine Veranstaltung, die xxxxxx nicht spielt, weil es sonst zu teuer würde ?
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>> Nun nehmen wir mal an der Club macht einen Eintritt von nur 2 Euro und 13,- Euro Mindestverzehr. Dann würde der Betrag an die Gema nur 220,- Euro betragen. Damit wäre er sogar nun um 208,- Euro günstiger als der alte Tarif.
Der Club muss nun allerdings ca. ein Drittel vom Mindestverzehr zum Selbstkostenpreis an die Besucher weitergeben und den Rest von ca. 8,70 Euro für die Aufwendungen von DJ - Gagen und anderen Kosten nutzen. Der Verlust am Barumsatz wären dann ebenfalls die 8,70 Euro. Bei 1000 Besuchern sind das schon mal 8700 Euro, die an der Bar fehlen würden. Die Getränke würden aber dennoch verbraucht. Da helfen auch die 208,- Euro Ersparnis nicht viel.<<
Blödsinn ist: "1/3 zum Selbstkostenpreis"
Das würde bedeuten, dass er für 1/3 nur das bekommen würde, was er dafür selbst bezahlt hat.
Bei der Beispielrechnung wird von einem Getränkeverzehr von rund 13.000 Euro ausgegangen. Die angeblichen 8.700 Euro fehlen aber nicht an der Bar.. bei gleicher Getränkemenge wie sonst, ändert sich da überhaupt nichts.
Mindestverzehr heißt nicht "ist im Eintritt enthalten" .. sondern "müsst ihr auf jeden Fall verzehren .. ob ihr wollt oder nicht". Es fehlt also nicht an der Bar, sondern der Umsatz wird "zwangsgeneriert".
Die Berechnung des Mindestverzehrs von 1/3 Materialkosten kann man übrigens durchaus anzweifeln.
Kosten 0,2 Liter Bier vom Fass wirklich schon 1Euro damit man den Preis von 3-4 Euro rechtfertigen kann ? Nööö.
Lostet ein Glas Cola wirklich schon 1 Euro damit es für 3-4 Euro abgerechnet werdn kann ? Schon der Flaschenpreis liegt nur bei 0,71 Euro pro Liter. Hier haben wir also auf 0,2 Liter 14,2 Cents.. .. für rund 3 Euro bekommt man also den Materialeinsatz von 21 Gläsern bezahlt. Ist also nix mit "1/3 Materialkosten". Das 20fache des Materialeinsatzes bleibt beim Veranstalter "hängen"... und Cola aus der Zapfanlage ist sogar bedeutend billiger.
Ein Wasser für 3 Euro ? Der Literpreis im Einkauf ist so niedrig dass man bei den üblichen Abgabe-Preisen durchaus von Wucherpreisen sprechen kann.
"Die armen Veranstalter".. so hohe Materialkosten .. so wenig Gewinn an Getränken.
Sie werden regelrecht ausgeblutet, weil jetzt die GEMA ihre Gebühren nach einigen Jahrzehnten schon wieder erhöhen wird.
Ich beschwere mich nicht über die Verzehrpreise. Das gehört zu einer Veranstaltung einfach mit dazu.
Über die Getränkepreise wird eigentlich der Hauptumsatz generiert. Natürlich muss auch alles finanziert werden und der Veranstalter soll auch seinen teil haben.
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Wenn man manchmal aber so sieht, wie hoch die Raummieten sind und dass DJs zwar gut verdienen, jedoch nicht so viel, dass man v on nennenswerten Erhöhungen sprechen kann.
Eine Musikanlage kann man langfristig recht günstig mieten und auch mit Getränkeverlagen lassen sich sehr gute Vereinbarungen abschließen.
Bisher wurde mit dem Clubbing wirklich "schönes Geld verdient" bei relativ wenig Eigenkosten. DAS ist es was jetzt weniger werden wird: Das schnelle Geld wird sinken.
Viele Eventmanager haben ein festes Konzept:
Identischer DJ, Musikanlage, Personal, Musik, Publikum. Es ist längst zu einer Routine geworden bei der es nur wenig wirkliches Risiko gibt (außer für Anfängeer *äätsch-lach").
Natürlich gefällt es nun nicht mehr, dass direkt von den Eintrittsgeldern her kassiert werden soll und nicht einfach nur nach der Raumgröße. Mit dem alten System konnte man für wenig Beitrag sehr viel Geld scheffeln.
Für Gäste/Besucher/Eintrittszahler
Wer mit den erhöhten GEMA-Gebühren eine Erhöhung von Eintrittsgeldern begünden will, den sollte man sehr kritisch betrachten. Eine gewisse Erhöhung ist durchaus gerechtfertigt .. die wird aber nur marginal ausfallen... oder sind nicht wirklich nachvollziehbar
Für Verranstalter
Klar. Jetzt sollt ihr bedeutend mehr zahlen. Verglichen mit früher ist es natürlich enorm viel. Eure Margen sinken dadurch natürlich .. würde mir auch nicht gefallen.
Bedenkt aber einmal, dass ihr durch eine Reduzierung der Eintrittsgelder mit einem höheren Verzehranteil auch mehr in der Kasse haben könnt als vorher.
Aktuell "glühen viele vorher vor" weil die Getränkepreise sehr hoch sind.. zahlen aber freiwillig die hohen Eintrittsgelder (für die sie natürlich keinen materiallen Gegenwert erhalten).
Wenn ihr jetzt aber einmal richtig nachrechnet, werdet ihr mit einem geregelten Anteil an Mindestverzehr + geringem Eintrittsgeld nicht nur keine höheren GEMA-Gebühren haben, sondern sogar noch mehr Umsatz an der Bar haben als aktuell.
Anfänger und "Konzeptlose" werden natürlich weiterhin meckern... denen ist aber sowieso nicht zu helfen: "Veranstaltungskaufmann" ist nicht ohne Grund schon seit vielen Jahren ein Ausbildungsberuf.
Erst mit der Zeit bekommt man die nötige Erfahrung um alles berücksichtigen zu können. Manch einer hat eben das "Fingerspitzengefühl" auch ohne Ausbildung .. Andere werkeln schon Jahre herum ohne auf "einen grünen Zweig zu kommen".
Die "Erfahrenen" werden sich schnell auf neue Modelle umstellen können und auch damit weiterhin Erfolg haben .. und die Anfänger werden eben (wie bisher) schnell von der Bildfläche verschwinden.. nur eben jetzt noch schneller als vorher.
Nur GEMA-freie Musik ?
Such dir einen DJ, der nur diese Musik im Programm hat. Du wirst damit kein breites Pubilum bekommen = dein Erfolg ist bereits im Vornherein auf niedirges Niveau begrenzt. Dir fehlen "die Reißer" die jeder hören will.
Natürlich kannst du deinen DJs gleich die Playlists vorgeben ... von Songs die sie spielen dürfen. Dadurch wirst du aber keine guten DJs finden = dein Publikum wird murren.... oder du heuerst dir nur DJs an, die ihre eigene Musik mitbringen.
DAS wird dich dann "nach oben treiben" weil man diese Musik ja nur bei dir hört.. aber natürlich mehr kosten als die "üblichen Dorf-DJs".
Auch bei Musik kostet Qualität .. entweder GEMA oder DJ .. beides nur "billig" haben wollen.. das geht eben nicht