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Der "stille" Karfreitag

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christdam
Verfasst am: 03.04.2015 um: 14:10 Uhr
 
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Hallo,

wie ihr vielleicht wisst, ist der Karfreitag ein "stiller" Feiertag mit Verbot von öffentlichen Veranstaltungen. Was haltet ihr davon? Empfindet ihr es als zeitgemäß?






 



consider
Verfasst am: 03.04.2015 um: 16:47 Uhr
 
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Zeitgemäß finde ich es nicht in einem sakulären Staat kirchliche Einflüße in die Gesetzgebung einfließen zu lassen. Das gilt zB auch für Namensgebungen wie St. Josef Kindergarten oder solch einen Kram.
Zeitgemäß nein, ganz sicher nicht.

Auf der anderen Seite respektiere ich jedermans Glauben und es tut mir nicht weh, einen Tag mal nicht zu tanzen und zu singen. Und die Feiertage an sich sind ja auch kirchlich, man hat also auch etwas von der Tatsache, dass ganz unzeitgemäß die Kirche Einfluss auf die Gesetzgebung hat. Konsequenterweise müsste man ja auf beides verzichten, wenn man zeitgemäß wäre.

Und wenn man dabei ist, müßte man auch Samstage und Sonntage als gesetzliche Ruhetage abschaffen, denn das ist auch ein kirchlicher Einfluss.

Ich toleriere es lieber wie es ist und verzichte auf die letzte Konsequenz. Dafür werden dann zu Ostern ganz heidnisch Eier versteckt. Quasi als Ausgleich. ;)

 

chrwhm
Verfasst am: 03.04.2015 um: 18:04 Uhr
 
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Hey,

das ist eine sehr schwierige Debatte - denn unsere Werte und unsere Kultur basieren nun mal auf der christlichen Kirche. Säkulärer Staat und moderne Gesellschaft hin oder her: Christliche Traditionen bilden nun mal für viele alltägliche Dinge die Grundlage. Meiner Meinung nach würde es vielen Menschen auch besser gehen, wenn sich alle mal ein bisschen mehr auf diese Werte zurück besinnen.

Wie consider schon angeschnitten hat, sind kirchliche Einflüsse nun mal mehr als nur Einschränkungen bei Partys am Karfreitag und Kreuze in Schulen und öffentlichen Einrichtungen - die man wohl als veraltet einschätzt. Christliche Traditionen betreffen eben auch die meisten Feiertage (Sonntag, Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Christi Himmelfahrt) - und darüber hinaus auch oftmals andere "alltägliche Dinge" wie die Hilfe für Bedürftige. Auch heute noch basieren sehr viele der Hilfsangebote "vor Ort" in Deutschland (von Tafel bis Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose) auf kirchlichen Initativen.

Von daher: Ein Tag im Jahr können wir ruhig mal die Füße still halten.

lg



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(Cal Henderson, chief software architect of flickr)

 

managerfree
Verfasst am: 03.04.2015 um: 21:45 Uhr
 
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An dem Tag isst man in meiner Familie auch kein Fleisch. Und ich finde das völlig in Ordnung.

Das Christentum gehört zu Deutschland!

 

CampingCar
Verfasst am: 04.04.2015 um: 00:39 Uhr
 
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Ich habe noch nie danach gelebt und Fleisch gegessen, wenn es mir beliebte! Auch heute gab es Schinken auf der Pizza!

Liebe Grüsse belle, Baffo & Nicol ♥

www.camper-news.com

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dtech
Verfasst am: 04.04.2015 um: 06:40 Uhr
 
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Hmm zeitgemäß...

Der Feiertag ist nicht mehr 
zeitgemäß. Ich bin nicht Gläuber wie min. 50% der Deutschen, bekomme aber den Feiertag, ohne das ich dafür in die Kirche rennen muss.

---
 

sumateddy
Verfasst am: 04.04.2015 um: 09:22 Uhr
 
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Ob zeitgemäß oder nicht,

ich finde ein "Stiller Feiertag" kann uns nicht schaden

in dieser sonst so hektischen und lauten Welt.

http://sumateddy.cwsurf.de
 

bw5rws
Verfasst am: 04.04.2015 um: 09:33 Uhr
 
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Ich halte mich nie an diese "Gesetze".
Wenn ich programmiere und im Radio ein gutes Lied kommt,singe ich trotzdem mit.
Ich wurde dafuer noch nie verhaftet.

 

consider
Verfasst am: 04.04.2015 um: 09:42 Uhr
 
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Darum geht es ja auch nicht. Es geht dort um Tanzen bei öffentlichen Veranstaltungen, auf Diskotheken und in Clubs z.B.

Die Veranstalter sind natürlich die, die es in erster Linie trifft. Dich ja erst in zweiter Linie.

Was du privat machst ist und bleibt natürlich deine eigene Sache.

 

christdam
Verfasst am: 04.04.2015 um: 11:21 Uhr
 
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Nun, eine strikte Trennung von Religion und Staat haben wir in Deutschland nicht. Schon in der Präamble des Grundgesetzes steht: "Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und dem Menschen..."

Hier wird ein ethisches Fundament für das gesamte Grundgesetz und den auf ihm fußenden Gesetzen errichtet, welches christlichen Vorstellungen folgt.

Sicherlich kann man fragen, ob ein öffentliches (kein privates) Tanz- und Veranstaltungsverbot am Karfreitag zeitgemäß ist. Doch in diesem Atemzug ist es dann auch berechtigt zu fragen, ob ganz grundsätzlich religiös-begründete Feiertage zeitgemäß und legitim sind. Mit anderen Worten: Wer den Sinn eines religiöses Feiertages missachtet oder als unwichtig abtut, entkernt diesen Feiertag. Einen solchen entkernten, leeren Feiertag braucht die Gesellschaft nicht. Daraus kann man dann folgern, dass Feiertage wie Karfreitag/Ostern, Pfingsten, Christi Himmelfahrt, Fronleichnahm, Allerheiligen und Weihnachten überflüssig für unsere säkulare Gesellschaft sind. Also können sie auch zu normalen Arbeitstagen umgestaltet werden. Wer dann frei machen möchte, kann sich an diesen Tagen Urlaub nehmen. Es reichen dann im Jahr der 1. Mai und der 3. Oktober als staatliche Feiertage. Als Wochenende reicht dann auch ein freier Samstag.

Wir brauchen keine Fake-Feiertage, nur damit unsere "Spaßgesellschaft" noch mehr tanzen kann.








 

 
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