Zitat von Ratgeber
Ich habe jahrelang ANSTATT der Windowsfirewall ZoneAlarm benutzt.
Kombiniert mit einem Antivirenprogramm bietet es sowohl mehr Kontrolle über ausgehende Aktionen als auch ein klein wenig mehr Sicherheit als die Windowsfunktion.
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Nun, diesen Satz kann ich mir eigentlich nur mit einem von zwei Dingen erklären. Entweder beziehst du dich auf Windows XP, bei welchem die Firewall nur bedingt nützlich war oder es handelt sich einfach um halbwissen, da du dich mit den Möglichkeiten der Windows Firewall nicht auseinander gesetzt hast und lieber auf die Werbeversprechen der PFW Anbieter setzt. (Ja mit irgendwas müssen die ihre Existenz ja rechtfertigen)
Wenn man die Standarteinstellung so lässt, mag das stimmen. Die erweiterte Windows Firewall ist jedoch sehr detailiert und genau konfigurierbar.
Die Einstellungen sind für jedes Netzprofil seperat konfigurierbar. Je nach dem in welcher Umgebung sich ein PC/Laptop befindet, sind also verschiedene Konfigurationen möglich. IPSEC Einstellungen sind von der FW aus einstellbar, ohne die MMC und das dazugehöhrige Snap-In aufrufen zu müssen. Es können Verbindungssicherheitseinstellungen getroffen werden, bis hin zur Isolierung (zB auf Domainbasis). Kerberos v5 Authentifizierungsregeln werden unterstützt.
Bereits daran scheitern viele (eigentlich die meisten) ach so tollen PFWs andrer Hersteller. (kann aber gut sein, dass das wieder Halbwissen meinerseits ist, da ich mich mit dem Spielzeug nicht so befasse).
Hat man das generelle Verhalten der FW ersteinmal so konfiguriert, dass der eingehende (standart) und der ausgehnde (nicht standart) Verkehr geblockt wird, greifen ausschliesslich die Regeln für ein bzw. ausgehenden Netzwerkverkehr. Diese Regeln sind extremst detailiert einstellbar. Anwendung. Quell und Ziel IP. Quell und Ziel Port. Protokoll. Soll eine oben erwähnte Verbindungssicherheitsregel zum Einsatz kommen? (zB Verbindung nur zulassen, wenn Kerberos oder IPSEC authentifiziert) Dienste. Schnittstelle. Alles Detaileinstellungen, die möglich sind (aber nicht getroffen werden müßen).
Gibt es keine Regel, wird der Verkehr gnadenlos verworfen.
Gut,man hat keine ständig aufploppenden Fenster, tolle Icons im System Tray, die einem ein tolles Gefühl vermitteln, weil man ja die PFW von Anbieter soundso hat, und diese ja ganz toll ist und so gut beworben wurde. Aber man IST sicher und hat die VOLLE Kontrolle darüber, was rein oder raus geht, wenn man das möchte.
Wer sich weniger auskennt lässt einfach die vorgefertigten Regeln so stehen. Wer sich auskennt und volle Kontrolle möchte, löscht diese komplett und erstellt sich für jede Verbindung, die gewollt ist eine Regel.
Diese aufploppenden Meldungen andrer PFW Hersteller verwirren doch die meisten User eh nur und sorgen dabei für mehr Schaden als Nutzen.
SVCHOST.EXE Port 80 zulassen? Verdammtes Windows will wieder nach Hause telefonieren BLOCKEN. Und dann wundern, wenn man monatelang keine Security Hotfixes mehr bekommt, weil Wupdate nicht mehr richtig funktioniert. Nachn paar Wochen ist die Kiste offen wien Scheunentor. Nur mal ein häufiges Beispiel aus der Praxis.
Für Menschen, die professionell mit Windows 7 arbeiten, bringt die integrierte Firewall noch weitere Vorteile, mit denen andere FWs nicht dienen können:
1. Die FW lässt sich über Gruppenrichtlinien konfigurieren, also auch in einer AD Domain Remote vom Domainadmin. Status und Regeln der FW können beim authentifizieren an der Domain zur Integritätsprüfung herangezogen werden. Und natürlich alle andren Vorteile, die Gruppenrichtlinien innerhalb einer AD Domain bringen.
2. Per "netsh advfirewall......." lässt sich die komplette Firewall über die Commandline und somit auch per Scrip oder Powershell konfigurieren. Das kann in manchen Situationen äusserst arbeitssparend und komfortabel sein.
Mein Fazit dazu ist: Softwarefirewalls anderer Hersteller sind nicht nur vollkommen überflüssig, weil sie höchstens die selben Einstellungen bieten können wie integrierte FW, sondern stellen an sich, wie jede Software die auf einem Rechner läuft, eine mögliche Sicherheitslücke dar. (Der ICC zeigt regelmässig in Kongressen, wie leicht das geht).