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Drosselkom schlägt zurück

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Toromino
Verfasst am: 30.10.2015 um: 19:24 Uhr
 
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Kurz nachdem das EU Parlament, das Internet, ruiniert hat. Kommt jetzt auch schon die Telekom, mit ihren "Spezialplänen" des Drosselns. Hier habe ich mal den ganten Beitrag der Telekom reinkopiert. Darunter habe ich immer was geschrieben, was von mir kommt:

"Politik hat in unserer Gesellschaft die Aufgabe, unterschiedliche Interessen zum Ausgleich zu bringen. Sicherlich schwierig war das beim Thema Netzneutralität: Die Fronten sind verhärtet, die Positionen teilweise fundamentalistisch. Netzaktivisten, die das Netz als öffentliches Gut begreifen, das bisher „neutral“ sei. Internetunternehmen, die fürchten, stärker zur Kasse gebeten zu werden. Und schließlich Telekommunikationsunternehmen, die um die Refinanzierung ihrer milliardenschweren Investitionen in die Breitbandinfrastruktur fürchten. "

Nun gut, die Telekom fürchtet sich also davor, obwohl sie das Netz, das sie hat, nie selbst aufgebaut hat und nie selbst bezahlt hat sondern es geschenkt bekommen hat, mit der Auflage, dass sie es pflegen würden. Die Telekom, dessen Nettogewinn sich im Jahr 2014 verdreifachte. Und einen Umsatz von 62,7 Milliarden Euro macht.

"Die Politik hat sich die unterschiedlichen Positionen über Monate angehört: Von Lobbyisten beider Seiten, über Petitionen, klassische Medien und Social Media. Jetzt hat das EU-Parlament den ausgehandelten Vorschlag von EU-Kommission, Rat und Parlamentsvertretern gebilligt. Herausgekommen ist ein Kompromiss, der durchaus ausgewogen ist: Gegen unseren Wunsch gibt es Regeln zur Netzneutralität und damit mehr Regulierung. Die neue Verordnung soll ausschließen, dass der Internetzugang für EU-Bürger eingeschränkt wird. Regulierungsbehörden werden dafür zusätzliche Aufsichtskompetenzen und Sanktionsmöglichkeiten erhalten. Gleichzeitig bleibt es aber möglich, auch in Zukunft innovative Internetdienste zu entwickeln, die höhere Qualitätsansprüche haben. Das sind die so genannten Spezialdienste. "



"Gleichzeitig bleibt es möglich, auch in Zukunft Internetdienste zu entwickeln, die höhere Qualitätsansprüche haben." - Das heißt doch, dass es vorher auch möglich war innovative Internetdiense zu entwickeln, warum also diese Änderung, wenn es vorher auch schon möglich war.



<var>"Warum braucht es diese Spezialdienste im Netz? Das Internet ist vielfältig und bringt Dienste hervor, an die bis vor kurzem noch niemand gedacht hat. Das fängt bei Videokonferenzen und Online-Gaming an und geht über Telemedizin, die automatisierte Verkehrssteuerung und selbststeuernde Autos bis zu vernetzten Produktionsprozessen der Industrie. Gemeinsam haben diese Dienste, dass sie andere, teilweise höhere Qualitätsanforderungen haben als das einfache Surfen oder die E-Mail, die auch ein paar Millisekunden später ankommen kann. Eine Videokonferenz sollte beispielsweise auch zu Stoßzeiten im Netz nicht ins Stocken geraten. Deshalb muss die Möglichkeit bestehen, dass die Daten empfindlicher Dienste im Stau Vorfahrt bekommen."


​Videokonferenzen, die sind aber auch nicht wirklich neu, oder? Die gibt's immerhin seit 1997, als Microsoft Netmeeting bei Windows mitlieferte. Und Online-Gaming, dass es auch schon ziemlich lange gibt. Daten empfindlicher Dienste bekommen im Stau Vorfahrt, was darf ich darunter verstehen? Die Leute, die am meisten zahlen gewinnen?


<var>"Schon heute ist die Qualitätsdifferenzierung im Netz längst gelernte Praxis. Nutzer können selbst entscheiden, wie viel Service sie wollen, und was ihnen dieser Service wert ist: So kostet beispielsweise mehr Speicherplatz für Mails extra, genauso wie erweiterte Suchfunktionen bei Xing und LinkedIn oder Videos in HD statt SD. In Zukunft wird es eben auch die Möglichkeit geben, einen Dienst für ein paar Euro mehr in gesicherter Qualität zu buchen. Qualitätsdifferenzierung ist keineswegs eine Revolution im Netz, sondern die natürliche Weiterentwicklung."



= Zahlen für den Premiumdienst der Plattform + Nochmal zahlen für Telekom um den Premiumdienst nutzen zu können?



<var>"Gegner von Spezialdiensten behaupten, kleine Anbieter könnten sich diese nicht leisten. Das Gegenteil ist richtig: Gerade Start-Ups brauchen Spezialdienste, um mit den großen Internetanbietern überhaupt mithalten zu können. Google und Co. können sich weltweite Serverparks leisten, damit die Inhalte näher zu den Kunden bringen und die Qualität ihrer Dienste so verbessern. Das können sich Kleine nicht leisten. Wollen sie Dienste auf den Markt bringen, bei denen eine gute Übertragungsqualität garantiert sein muss, brauchen gerade sie Spezialdienste. Nach unseren Vorstellungen bezahlen sie dafür im Rahmen einer Umsatzbeteiligung von ein paar Prozent. Das wäre ein fairer Beitrag für die Nutzung der Infrastruktur. Und es sorgt für mehr Wettbewerb im Netz."



Wozu brauchen Start-Ups diese Spezialdienste. Denn gerade Start-Ups schaffen es sehr schnell ihr "Rivalen" zu überholen. Denken wir an Google, welches Yahoo überholte. Oder Facebook, welches darauf MySpace überholte. Brauchten die diese Spezialdienste? Nein, die haben es ohne Spezialdienste geschafft direkt so hoch zu kommen. Also bald kommt es so, dass Telekom kunden für ein Spiel dann 20 € mehr bezahlen, da sie sich denken "Wir müssen viel Geld an die T-Com zahlen, also verlangen wir viel Geld von den Kunden." Und am Anfang wurde noch gesagt, dass Internetunternehmen fürchten, dass sie stärker zur Kasse gebeten werden. Hier wird schon direkt von einer Umsatzbeteiligung gesprochen.



<var>"Das Internet ist aber sicherlich mehr als ein virtueller Marktplatz. Es hat als Informations- und Partizipationsmedium eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Es muss deshalb frei, offen und ohne Diskriminierung bleiben. Es ist verständlich, dass aus Sorge um diese Bedeutung die neuen Spielregeln für die EU definiert wurden. Im Ergebnis hat das freie und offene Internet jetzt eine gesetzliche Bestands- und Zukunftsgarantie. Gleichzeitig bleibt aber die Chance bestehen, das Netz durch höhere Investitionen und mit neuen innovativen Diensten weiterzuentwickeln. Der Ausgleich der Interessen ist der EU und der Politik in Europa damit gelungen. Das ist gut für Europa. Und gut für das weltweite Netz."
 



Ohne Diskrimierung, aber ihr diskrimiert doch demnächst die, die nicht genug Geld dafür haben. Also gewinnen bei euch die, die am meisten zahlen. Ein total fairer Wettbewerb. "Der Ausgleich der Interessen ist der EU und der Politik in Europa damit gelungen." - Das sehe ich anders, anscheinend hatte die EU überhaupt keine Ahnung, worum es hier überhaupt ging. Das Internet hat sich dadurch erst so gut entwickelt, warum dann das?

Zu dem Beitrag hätte ich gerne mal eure Meinung.
Quellen: 

http://www.telekom.com/medien/managementzursache/291708, http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/netzneutralitaet-telekom-k uendigt-internet-maut-an-a-1060196.htmlhttp://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/telekom-verdreifacht-gew inn-a-1020604.html




Toromino

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Letzte Änderung am: 30.10.2015 um:19:26 Uhr durch: Toromino
 



Ratgeber
Verfasst am: 30.10.2015 um: 19:45 Uhr
 
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Die Telekommies kennn das Wort Netzneutralität doch gar nicht.
Machst du einem kleinen Kind einen Vorwurf , dass es keine höhere Mathematik knnt ? Nein, du denkst dir: "Das wird es auch noch lernen"

Die Telekommies haben doch schon , seitdem sie TV-Dienste durchs Netz jagen , mit einr 2-Klassen-Gesellschaft begonnen. Das verbrauchte Datenvolumen für diesen Dienst zählt für sie nämlich nicht als Internet, sondern als Sonderdinst der nicht abgerechnet wird.

Da die Telekomm es erst noch lernen muss, müssen wir es ihnen eben beibringen.
Übrigens ist das aus der EU noch gar nicht Gesetz. Zuerst muss es zu inm EU-Gesetz werden udn dann in nationales Recht umgesetzt werden.
NOCH kann man so ine seltsame Auslegung also verhindern .. falls das nicht geht, wird eben boykottiert.

Die T-Kom hat zwar einen Großteil der Telefonkabel in ihrem Besitz ... doch es gibt auch noch andere Möglichkeiten ins Internet zu gehen.


 
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bw5rws
Verfasst am: 30.10.2015 um: 20:03 Uhr
 
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Das geht gar nicht!
Die koennen doch nicht einfach fuer ein schnelleres Internet auf bestimmten Webseitem mehr Geld verlangen.
Man bezahlt doch schon genug fuer ein schnelles Internet auf ALLEN Seiten.
Ich bin so froh,dass ich bei Vodafone bin.
Ich weiss nicht,ob Vodafone irgendwann auch so eine Abzocke einfuehrt.
Ich hoffe,dass das niemals der Fall sein wird,aber ganz ehrlich,ich zweifle sehr stark daran.
Irgendwann werden das alle mache.
Ich mache da auf keinen Fall mit.
Von mir gibts keinen einzigen Cent fuer diese Abzocknummer.
Und dafuer,dass meine Webseite schneller wird,werde ich auch nicht an die Telekom zahlen.
Das erledigt CloudFlare kostenlos fuer mich und wenn ich irgendwann mal was fuer die Geschwindigkeit meiner Seite zahle,dann geht dieses Geld an CloudFlare und nicht an die Telekom.
Da muessen meine Kunden nicht auch noch zahlen.

 

consider
Verfasst am: 30.10.2015 um: 21:29 Uhr
 
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Vodafone und somit auch Kabel Deutschland heißen die T-Com Pläne gut und werden irgendwann nachziehen.

 

Ratgeber
Verfasst am: 31.10.2015 um: 07:16 Uhr
 
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ja genau wie es alle (teilweise heimlich in den AGB) auch mit der Drosselung gemacht haben.

Es ist egal was du unternimmst und an wen du lieber zahlst. Wenn dein Server Tempo 1000 liefert, die Telekom aber nur 20 durch "den letzten Meter" lässt, ist es völlig egal was am Server rauskommt.
Netzbetreiber können aber schon viel früher einen Filter und Bremse ansetzen. Komnmen Daten nicht von "bevorrechtigten IPs" werden sie allesamt gedrosselt.


 
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kethost
Verfasst am: 31.10.2015 um: 23:39 Uhr
 
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Immer wieder krass zu sehen was wir Deutsche uns in Sachen Internet (aka Neuland) von "denen da oben" eigentlich vorlabern lassen. Hier mal ein paar Fakten:

-Ein Mobilfunkvertrag kostet durchschnittlich in Deutschland bei gleichem "Highspeed-Volumen" 5000 (Fünftausend!) Prozent mehr als beispielsweise in Finnland
-Deutschland besitzt so gut wie keine unbegrenzt nutzbaren öffentlichen WI-FI-Netzwerke
-Deutschlands Netzabdeckung ist ehrlich gesagt ein Witz (Im verlassensten Bergkaff in Norwegen hat man besseres LTE als im Westerwald)
-Wir regen uns darüber auf dass Flüchtlinge Smartphones haben und erkennen nicht dass es selbst in hier ablässig "3. Welt-Kontinenten" wie Afrika mittlerweile bereits einfacher ist an solche hier als Luxus geltende Technik wie Smartphones zu kommen
-Durch die großartige Entscheidung der Altbundesregierung, die UMTS-Lizenzen in Privatbesitz zu verhökern (Telekom, ick hör dir Tapsen) wird sich am deutschen Internetrückstand nichts ändern
Rant over.

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Ratgeber
Verfasst am: 01.11.2015 um: 22:59 Uhr
 
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was heißt hier alte Bundesregierung und an Privat ?
Vor kurzem wurden doch schon wieder Frequnzen für schnelles Internet versteigert und alte UMTS-Lizenzen verfallen Ende 2016.

So lange ein Frequenz nicht freigegeben oder zugeteilt wird, kann eine Frequenz nicht benutzt werden. Man braucht ja auch Geräte, die die Frequenzbänder unterstützen.


 
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Toromino
Verfasst am: 02.11.2015 um: 17:25 Uhr
 
Cw's Alleinunterhalter
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So, ich habe jetzt mal bei so einer Petition mitgemacht, bei der es darum geht die Netzneutralität zu retten. Auch wenn es meistens nicht viel bringt, bei soetwas mitzumachen. Dennoch bleibt die Hoffnung. Link


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